Der RSV grüßt wieder von oben und revanchiert sich bei Post für die Hinspielniederlage

Der RSV grüßt wieder von oben und revanchiert sich bei Post für die Hinspielniederlage

Bezirksliga Staffel 3
18. Spieltag
RSV Barntrup – Post SV Detmold   3:2

RSV zeigt einen guten Start ins Jahr 2011. Den Roten Teufeln gelingt mit dem 3:2 Sieg gegen Post die Revanche für die Hinspielniederlage.

Spielbericht:
Es ist der 11.02.2011, 19:02 Uhr. Endlich rollt der Ball wieder. Trotz miesen Wetters erwarteten zahlreiche Zuschauer den Anpfiff zwischen den Kontrahenten RSV Barntrup und Post SV Detmold.
Trainer Freitag, der die Detmolder selbst trainierte, erinnerte seine Mannen vor dem Spiel an die verdiente Hinspielniederlage, die gleichzeitig die letzte Niederlage des RSV in dieser Saison darstellte. Trotz der nicht immer optimalen Vorbereitung (Krankheit, Verletzungen, Platzverhältnisse) legte der RSV von Beginn an hohes Tempo vor und diktierte die erste Viertelstunde des Spiels.
Schon nach 2 Spielminuten gab es die erste Möglichkeit für die Roten Teufel. Nach einem schönen Diagonalpass aus dem Mittelfeld tauchte Jakob Funk frei vor dem Detmolder Tor auf. Er wurde jedoch wegen vermeintlicher Abseitsstellung von Schiedsrichter Wendt aus Schieder zurückgepfiffen.
Kurz darauf hatte Olli Sölter die nächste Möglichkeit für den RSV. Hagemanns Freistoß von der rechten Außenbahn wurde von der Detmolder Defensive nur unzureichend geklärt. Der Ball landete genau vor Olli Füßen, dessen Schuss aus 20 Metern aber genau in die Arme von Post-Keeper Kessel flog.
Bereits nach zehn Minuten musste der RSV das erste Mal auswechseln. Keeper Ehlert klärte einen Steilpass vor dem heranstürmenden Basokur. Der Detmolder Offensive versetzte Ehlert beim anschließenden Zusammenprall einen schmerzhaften Pferdekuss am linken Oberschenkel, der ein Weiterspielen unmöglich machte. Felde übernahm nach nur 12 Minuten den Platz zwischen den Pfosten.
Nach 18 Spielminuten erzielte Steffen Lesemann, alias La Panthera, fast die Führung für den RSV. Einen schönen Diagonalpass von Seifert nutzte Lesemann zu einem Heber über den gegnerischen Keeper. Der Ball strich leider knapp am Pfosten vorbei und endete im Toraus. Weiter 0:0.
In der Folge kam Post besser ins Spiel, sodass der Spielfluss des RSV verebbte. Es entwickelte sich ein intensives Spiel im Mittelfeld, bei dem beide Mannschaften kaum nennenswerte Aktionen vorweisen konnten.
Erst nach einer halben Stunde fand der RSV wieder besser ins Spiel und zeigte bis zur Pause begeisternden Fußball. Es ergaben sich Chancen im Minutentakt. Zunächst scheiterten jedoch Hagemann und Funk mehrmals an der Detmolder Defensive. 5 Minuten vor der Pause fiel der erlösende Führungstreffer für den RSV. Eine Kopfballvorlage von Hagemann aus dem Mittelfeld fiel Lesemann vor die Füße, der dem Post Keeper aus 14 Metern keine Chance zur Abwehr ließ. La Panthera hatte zugestochen. 1:0 für den RSV. Mit diesem Ergebnis gingen beiden Mannschaften in die Pause.

Gleich nach dem Seitenwechsel konnte der RSV die Führung auf 2:0 ausbauen. Schönfelder wurde aus dem Mittelfeld mustergültig durch die Schnittstelle der Post-Defensive angespielt und schob flach aus 12 Metern zur 2:0 Führung ein.
Der erhöhte Rückstand schien die Detmolder noch einmal wachzurütteln. In der Folge hatte Post mehr Spielanteile und erspielte sich mehrere Chancen, doch sowohl Smithen (nach einer Ecke) als auch Trockel (traf nur den Pfosten) scheiterten mit ihren Versuchen. Glück für den RSV in dieser Phase.
Nach einer Stunde traf Post zum 2:1 Anschluss. Schiedsrichter Wendt zeigte auf den ominösen Punkt, nachdem Seifert seinen Gegenspieler im Strafraum gesperrt hatte. Hengstler lief an und ließ Micha Felde im RSV-Tor keine Chance. Sein Strafstoß, hart und halbhoch in die Mitte geschossen, zappelte im Netz des RSV-Tores.
Nach dem Anschlusstreffer wurde der RSV wacher und nahm wieder aktiv am Spielgeschehen teil. Die Zweikämpfe wurden wieder angenommen und die junge RSV-Truppe zeigte den Fans, wer auf dem Roten Rasen zu Hause ist.
Nach 70 Minuten fiel der schönste Treffer des Tages. Lesemann setzte bei einem Konter Jakob Funk mustergültig in Szene. Dieser flankte von der linken Seite punktgenau ins Zentrum, wo Hagemann den Ball über die Linie drückte. Während Barntrup das 3:1 bejubelte, versagten Post-Keeper Kessel zum wiederholten Mal (Maik Reese wird sich erinnern) die Nerven. Hagemann, zum Jubellauf ansetzend, wurde von Kessel höchst unsportlich zu Fall gebracht. Ein glasklarer Platzverweis, doch Schiedsrichter Wendt hatte sich wie viele andere bereits vom Spielgeschehen abgewandt.
Nachdem sich die Gemüter der Spieler, Betreuer und Zuschauer wieder beruhigt hatten, entschied sich Schiri Wendt für einen Kompromiss und zeigte dem Post-Keeper die gelbe Karte. Dieser kann sich beim Schiedsrichter bedanken, da er so von einer mehrwöchigen Sperre bewahrt wurde.
Zurück zum Spiel. Nach 78 Minuten wurde der gut spielende Hagemann ausgewechselt und konnte seine lädierte Leiste schonen. Kryker kam für ihn in die Partie. In der 82. Spielminute machte Post das Spiel noch einmal spannend. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam Rüschenpöhler frei zum Kopfball und versenkte das Leder unhaltbar im linken Toreck.
In der Schlussphase war Post bemüht den Ausgleich zu erzielen. Es mangelte jedoch an der nötigen Zielstrebigkeit und Präzision. Diese fehlte auch dem RSV, der die sich bietenden Kontermöglichkeiten nicht gut zu Ende spiele.

Nach 95 Minuten stand der Sieg des RSV fest. Barntrup übernimmt nach dem 12. ungeschlagenen Spiel in Folge zumindest bis zum Sonntag die Tabellenführung in der Staffel 3 und setzt den Konkurrenten aus Nieheim gleich zu Beginn unter Zugzwang.
Ob das nächste Spiel in Dringenberg am kommenden Sonntag stattfindet, hängt wohl vor allem vom Wetter ab. Sollte jedoch gespielt werden, wird der RSV auch in der Fremde alles versuchen, die nächsten drei Punkte einzufahren.

Aufstellung RSV:
Ehlert (Felde) – Schalofsky – D.Schlingmann – Seifert – Meier – Funk – Sölter – Esau – Hagemann (Kryker) – Schönfelder – Lesemann (Weber)