Gekämpft bis zuletzt, Reese vergibt in der letzten Sekunde

Gekämpft bis zuletzt, Reese vergibt in der letzten Sekunde

Nach der Schmach vom vergangenen Wochenende war gegen Matorf Wiedergutmachung angesagt. Das Team war nun gefordert, die Vorgaben von Trainer Motzkun umzusetzen.

Leider waren alle guten Vorsätze schon nach 8 Minuten dahin, denn durch einen kollektiven Tiefschlaf der Defensive konnten sich gleich 2 Matorf Akteure aussuchen, wer die Bude macht. Der RSV fand auf die 1:0 Führung relativ schnell eine Antwort, denn in seinem ersten Spiel für den RSV konnte P. Kluge nach Hereingabe von Reese die Kugel versenken. Was für ein Einstand. Doch leider brachte der Ausgleich nicht die erhoffte Ruhe ins Spiel und der RSV geriet zunehmend unter Druck. Matorf zwang die Mannen von Trainer Motzkun zu Fehlern und spielte diese Konsequent zu Ende. Nach einem Abschlag gelang der Ball direkt zum Stürmer und dieser versenkte die Kugel mit einem Sonntagsschuss direkt im Winkel, mehr Glück kann man nicht haben. Nach der erneuten Matorfer Führung musste der RSV einen weiteren Rückschlag hinnehmen, denn Lukas Schmidt musste das Feld verletzungsbedingt verlassen, D’Andrea nahm seinen Posten ein. Trainer Motzkun stellte in dieser Phase des Spiels von der 4er Kette um auf das alte System mit Libero. Diese Umstellung brachte mehr Sicherheit und der RSV kam besser ins Spiel. Vor allem über die Außen konnte nun mehr Druck aufgebaut werden und mit Pascal Kluge hat man nun einen schnellen Stürmer, der keinen Ball verloren gibt und fast jeden Ball klasse verarbeiten kann. Wenn er die Kugel hatte, dann brannte es im Matorfer Strafraum. Chancen im Minutentakt bis zur Halbzeit, leider allerdings das alte Problem, denn keine der tollen Chancen konnte genutzt werden, wobei auch Pech dabei war, denn einmal rettete ein Spieler auf der Linie und ein anderes mal zimmerte Reese den Ball an den Pfosten. So ging es mit einem bitteren 2:1 in die Kabine.

Es sollte da weitergemacht werden, wo man in Halbzeit 1 aufgehört hatte…. Dieser Vorsatz hielt genau 80 Sekunden, denn da klingelte es wieder im Tor von Björn Sievert, wieder war es der 9er von Matorf, der einfach draufhielt und den überraschten Sievert bezwingen konnte. Mit dem sicheren 3:1 im Rücken lauerte Matorf nur noch auf Konter, der RSV kämpfte gegen den Rückstand an, ohne allerdings eine der sich bietenden Chancen zu nutzen. Erst ein Freistoß musste her umd die Barntruper jubeln zu lassen. Dubbert hatte genau Maß genommen und versenkte die Kugel im Knick, keine Chance für den Keeper. Hoffnung keimte nach dem Anschlusstreffer auf, doch Matorf machte aus der zweiten Chance in der zweiten Hälfte das 4:2, wieder ein Schuss, der genau ins untere Eck passte. Trotzdem muss allen klar sein, dass aus dieser Position der Stürmer nicht zum Schuss kommen darf. Ein erdrückendes Ergebnis für den RSV und dennoch gab man nicht auf, vor allem die Aussen um Weber und Dubbert machten mächtig Dampf und setzten die Zentrale immer wieder gut in Szene…. Und woraus entsteht das 4:3, aus einem Hochball, den C. Philipps mehr als locker zum gegnerischen Keeper zurückschießt, dieser fängt den Ball und lässt ihn dann ins Tor fallen… Verwunderung und Ungewissheit in allen Gesichtern, bis der Schiedsrichter zur Mitte zeigt, Tor für den RSV. Nach einem Eckball kam Weber frei zum Kopfball und wieder war es ein Abwehspieler, der den Ball von der Linie kratzen konnte, Pech für den RSV. In buchstäblich letzter Sekunde setzte Reese nochmals Kluge in Szene und dieser wurde unsanft im 16er gelegt, Elfmeter für den RSV, der verdiente Ausgleich schien zum greifen nah, doch leider konnte Reese den Keeper nicht bezwingen und die Partie war aus…

Fazit:

Machst du die Dinger nicht rein, dann kannst du auch nicht gewinnen. So einfach ist das, bei einer Konsequenten Ausnutzung der Chancen und ein wenig mehr Wachsamkeit haust du Matorf min. 6-7 Dinger rein. Die Abwehr inkl. Torwart hatte an diesem Tag wahrlich nicht den besten erwischt und trug so zur Unsicherheit des gesamten Teams bei. Trotzdem kann man dem Team nicht vorwerfen, den Kampf nicht angenommen zu haben, denn dieser war ab Mitte der ersten Hälfte da.

Aufstellung: Sievert, Betke, Schmidt (D’Andrea 34.), Seidel, Dubbert, Dümpe (Danlowsli 64.), Reese, Martin, Philipps, Kluge, Weber

Tore: 1:0 (8.), 1:1 Kluge (13.), 2:1 (18.), 3:1 (47.), 3:2 Dubbert (64.), 4:2 (74.), 4:3 Philipps (82.)

Boboclaus

Sandro Betke