Auch ein dreckiger Sieg bringt 3 Punkte

Auch ein dreckiger Sieg bringt 3 Punkte

Nach dem hart umkäpften 6:5 im Hinspiel war der RSV gewarnt. LaSi ist ein Team, was immer kämpft und keinen Ball verschenkt. Genauso wie der RSV am Wochenende aufgetreten war, sollte auch diesmal wieder rangegangen werden.

Das Spiel der ersten Halbzeit ist eigentlich einfach erklärt, es war so trocken und staubig wie der Platz. Es kam von beiden Mannschaften nicht viel und so spielten sich die meisten Szenen im Mittelfeld ab. Die Teams egalsierten sich, was die Fehler in der Offensive anging und so gibt es kaum nennenswerte Szenen. Für die Barntruper Schlachtenbummler eine harte Kost. Was man beiden Mannschaften nicht nachsagen konnte, dass nicht gekämpft wurde. Beide Teams ließen sich keinen Meter Platz. Die beste Szenen für den RSV hatten C. Philipps und M. Dümpe.

Trotz des Unentschiedens war Coach Motzkun mit der Disziplin seiner Elf zufrieden. Es fehlt im Mittelfeld teilweise die Laufbereitschaft und das Auge für die Mitspieler, darauf sollte einfach mehr geachtet werden.

Für Özen kam Lübeck auf der linken Aussenbahn und der RSV hatte in der Anfangsphase der zweiten Hälfte eine optische Überlegenheit und konnte LaSi in die eigene Hälfte zurückdrängen. Leider waren es immer wieder Fehler in der eigenen Vorwärtsbewegung, die die sich bietenden Chancen vereitelten. Trotzdem kamen Hoffmann, S. Betke und C. Philipps zu Abschlüssen, welche das Tor allerdings verfehlten. Mit zunehmender Spielzeit merkte man den Akteuren des RSV das schwere Spiel vom Sonntag an und die Beine wurden schwerer und schwerer. S. Danlowski kam in Folge dessen, um im Sturmzentrum nochmals für Wirbel zu sorgen. Dieser hatte kurz nach seiner Einwechslung gleich eine gute Aktion, doch das Zuspiel wurde leider zu lang für den kleinen Flitzer. In der Schlussviertelstunde drängte dann LaSi mehr auf das Tor des RSV, doch die Jungs gaben nicht auf und kämpften um den Punkt. Zählbare Aktionen blieben aus und zu allem Übel platzte Fabian Arning nach einem Sprint eine Krampfader im Oberschenkel, was den Bewegungsablauf erheblich störte. Da keine Auswechselspieler mehr zur Verfügung standen, musste er auf die Zähne beissen und die letzten 10 Minuten weiter Spielen. Mit dem buchstäblich letzten Befreiungsschlag auf C. Philipps legte dieser den Ball per „Fallrückzieherbogenlampe“ nochmals in den Strafraum, wo der Gästetorwart den Ball unglücklich in die Höhe faustete. Danlowski schaltete am schnellsten, dieser Köpfte den Ball aufs lange Eck, wo kein geringerer als Magic Arning bereit stand und die Kugel versenkte… Ein Tor in de letzten Minute. Die Barntruper Spieler waren so kaputt, dass ein euphorischer Jubel ausblieb… Nach dem Abpfiff lag sich das Team erschöpft in den Armen. Keiner konnte wirklich glauben, dass man gewonnen hatte.

Fazit:

Endlich einmal hat sich die kämpferische Leistung für die Motzkun Mannen bezahlt gemacht. Einfach nicht aufgeben lautet die Devise und mit etwas Glück gelingt dir dann eben so ein Ding. Über das gesamte Spiel wäre wohl ein Unentschieden gerecht gewesen, aber wie oft wäre auch für den RSV schon ein Sieg gerecht gewesen….

Eins steht fest, das Mannschaftsgefüge, der Kampfgeist und der Siegeswille passt. Gute Nacht – Respekt FC Bayern

Aufstellung: Sievert, Schnüll, Dümpe, Schmidt, Dan the Man, Rausch, Betke, Hoffmann (Danlowski 70.), Özen (Lübeck 46.), C. Philipps, Arning

Boboclaus

Sandro Betke