Großen Team- und Mannschaftsgeist bewiesen

Großen Team- und Mannschaftsgeist bewiesen

Unter der Woche wurde im Training, zumindest am Dienstag gut gearbeitet. Mit 12 Spielern konnte sich die Einheit sehr gut sehen lassen, was man vom Freitag nicht ganz behaupten konnte. Trotzdem waren die Verantwortlichen am Samstagmorgen noch frohen Mutes. Doch wie schon so oft ging dann das großes Bangen los, ob man überhaupt 11 fitte Spieler aufbieten kann. Man kam dann kurz vor Tore Schluss auf 12, mehr oder weniger einsatzfähige Männer. Hinzu kam noch A. Schnüll von der Dritten, dem wir an dieser Stelle nochmals einen großen Dank aussprechen wollen. Alex du bist immer zur Stelle wenn mal Not am Mann ist.

Nach dem gewonnenen Spiel der Vorwoche gg. SSW ging es nun gegen eine ganz andere Hausnummer der Liga. UK unter den ersten 4 der Liga mit drei Siegen in Folge im Nacken. Trotzdem machte S. Betke schon im Vorfeld darauf aufmerksam, dass die Heimauftritte des Teams von Trainer M. Krügel eher dürftig waren. Gewarnt werden musste vor Stürmerstar Jobst, der vor dieser Partie bereits 17 Treffer erzielt hatte.

Tief drinnen stehen, die Null halten und dann auf die eigene Konterstärke setzen lautete die Devise vor dem Spiel.

Genau dieses wurde, trotz dezimierten und teilweise angeschlagenen Kaders, klasse umgesetzt. Vor allem die Offensive um Altrogge, Kluge und Lübeck setzte dem Gegner von Beginn an zu. M. Altrogge, der zu alter Stärke zurückgefunden hat, setzte gleich den Rückkehrer Kluge toll in Szene, doch dieser blieb in der Defensive hängen. Ein erstes Warnsignal an das Heimteam. Der RSV verteidigte in der Folgezeit mit großem Herz und den beiden 6ern Gelhaus und Köller gelang es fast jeden Angriff schon im Keim zu ersticken. Im Spiel nach vorne immer wieder Altrogge und Lübeck. Nach einem Pass von Dan the man auf Altrogge steckte dieser den Ball gekonnt durch die Abwehr hindurch auf Gelhaus und dieser versenkte die Kugel in altgewohnter Manier zum 0:1. Ein perfekter Start für den RSV, der nun den Gegner kontrollierte. Von UK war in der Folgezeit nur wenig zu sehen, bis auf einen Schuss durch Jobst, welchen Sievert brillant parieren konnte, kam fast nichts. Der RSV machte sich durch teilweise unnötige Fouls das Leben selber schwer, wobei allerdings keiner der Freistöße gefährlich wurde. Es war einfach nicht der Tag von UK und der RSV zeigte seinerseits keine Schwächen. So hätte man vor der Halbzeit noch mindestens 1 Tor höher führen können, doch Kluge verpasste die Chance ein zweites Mal. Auf der anderen Seite hatten die Mannen des RSV Glück, dass Ronschke den perfekt getimten Ball total am Tor vorbei zog. Wieder einmal war die rechte Abwehrseite um Özen und Dümpe durchbrochen worden.

In der Halbzeit wurden die wenigen Schwachpunkte von Coach Motzkun kurz angesprochen, ansonsten war dieser allerdings voll des Lobes über die gezeigte Leistung.

Trotz Problemen bei Köller und Dümpe ging es unverändert in Halbzeit 2. Der RSV erwartete nun den Ansturm von UK, doch dieser blieb aus. Der RSV konnte weiter sein Spiel runterspulen. Leider war es eine Einzelaktion durch Jobst, die UK zurück ins Spiel brachte. Dieser tankte sich in der Mitte durch, wurde nur zaghaft angegangen und zu allem Überfluss wurde sein Schuss noch abgefälscht. Ein bitteres 1:1, was einen schnell mal von der Rolle bringt. Doch wer nun eine Zitterpartie für den RSV erwartet hatte, der täuschte. Es weiter wurde munter nach vorne gespielt und auch nach den Auswechselungen von Köller und Özen blieb die Defensive dicht. Immer wieder waren es Angriffe über Kluge, Gelhaus, Altrogge und Lübeck, die bei UK für Angst und Schrecken sorgten. Durch diese Nadelstiche und eine tolle Kampf und Laufbereitschaft im Mittelfeld gelang UK in der Folgezeit nur noch wenig. Dann der große Auftritt des RSV, nach einer Balleroberung von Kluge ging es blitzschnell über Lübeck und dieser bediente mustergültig Gelhaus am langen Pfosten, 1:2 für den RSV, der nackte Wahnsinn! Aber es waren immerhin noch mehr als 20 Minuten zu spielen und schon zu oft hat der RSV in dieser Saison sicher geglaubte Punkte in den letzten Minuten verschenkt. Coach Motzkun trieb sein Team immer wieder zur Wachsamkeit und zum Kampf in der eigenen Hälfte an. Nachdem bei UK dann Jobst das Feld verließ spürte man einen Ruck in beiden Teams, negativ für UK, positiv für den RSV. Die letzten 15 Minuten waren erbitterter Kampf auf beiden Seiten, wobei gesagt werden muss, dass beide Teams äußerst fair zur Sache gingen. Eine Schrecksekunde hatte der RSV noch zu überstehen, als Alex Schnüll im Strafraum mit seinem Gegner zu Boden ging. Doch vollkommen zu Recht entschied der Schiedsrichter auf Abstoß. Die Minuten tickerten runter und der RSV hätte, bei konsequenter Ausnutzung durch Lübeck, Altrogge und Kluge noch einen draufsetzen können. Doch der große Kampf zollte seinen Tribut. Nach dem Abpfiff dann kollektives Niedersinken, alle waren vollkommen platt und brauchten kurz Zeit zum Luftholen, ehe der RSV Schlachtenruf durchs Kalletal und Weserbergland schallte.

Fazit:

Man frag sich wirklich, wo eigentlich das Problem der letzten Wochen lag. Nach dieser Leistung hat der RSV wieder Anschluss an die obere Tabellenregion. Endlich einmal einen knappen Sieg nach Hause gefahren.

Über das ganze Spiel gesehen ist der RSV als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Mehr Engagement, mehr Einsatz und der absolute Wille waren der Grundstein für diesen Sieg. Die Mannschaft war eine geschlossene Einheit und zeigte einfachen und effektiven Fußball. Alle angeschlagenen Spieler holen das Letzte und noch mehr aus sich heraus. So muss es weitergehen neben dem Platz, beim Training und am nächsten Sonntag.

Jungs:                                                                                         ICH BIN STOLZ AUF EUCH

Aufstellung: Sievert, Dümpe, Schmidt, Jazz, Betke, Köller (Danlowski 55.), Gelhaus, Özmen (Schnüll 67.), Kluge, Lübeck, Altrogge

Tore 0:1 Gelhaus 14., 1:1 Jobst 53., 1:2 Gelhaus 67.

Boboclaus

Sandro Betke