RSV fühlt sich verschaukelt

RSV fühlt sich verschaukelt

BV Bad Lippspringe – RSV Barntrup 4:1

So hatte sich der RSV den Start aus der Winterpause nicht vorgestellt. Gegen die favorisierte Heimmannschaft aus Lippspringe geriet man, trotz guter und intensiver Vorbereitung, früh auf die Verliererstraße.

Auf dem perfekt präparierten Naturrasen im Kurstadion übernahm die Heimmannschaft sofort das Kommando und drängte den RSV zurück in die Defensive. Vor allem die vielen, gut getimten Flankenwechsel und das flüssige Kombinationsspiel stellten den RSV vor Probleme. So entstand der frühe Rückstand auch aus einem eben solchen Flankenwechsel auf die rechte Angriffsseite. Die anschließende Hereingabe ins Zentrum verwertete Mittelstürmer „Pfeiler“ Strate souverän zur Führung für den BV. Schon hier vermutete die komplette Defensiv-Reihe des RSV eine Abseitsstellung des Passgebers. Die Pfeife blieb stumm. 1-0 nach zehn Minuten.

Auch in der Folgezeit schwang der BV Bad Lippspringe das Zepter, der RSV stand jedoch defensiv wacker und ließ kaum nennenswerte Möglichkeiten zu. Einzige Ausnahme erneut ein Flankenwechsel über die rechte Seite, die im Zentrum dieses Mal allerdings leichtfertig vergeben wurde.

Der RSV wusste in Halbzeit eins nur mit einem Distanzschuss von S. Schlingmann auf sich aufmerksam zu machen.

Nach dem Pausentee trat dann der Schiedsrichter auf den Plan und brachte den RSV früh und endgültig auf die Verliererstraße. In der 52. Spielminute zeigte der Referee zum Entsetzen von Keeper Ehlert auf den ominösen Punkt. In einem Eins-gegen-Eins Duell gegen Dobrott sollte der Keeper den Stürmer unfair zu Fall gebracht haben. Dass der Barntruper Fänger seine Hände vor dem Offensiv-Mann am Ball hatte, spielte keine Rolle. Elfmeter, Schuss, Tor, 2-0 durch Rönnike. Laune und Moral näherten sich dem Nullpunkt, welcher wenige Minuten später erreicht wurde.

Nach einem Zweikampf im Mittelfeld war der Referee gedanklich noch abwesend und übersah den Pass in die Spitze, wo Lang deutlich im Abseits stand. Sein Abschluss aus 20 Metern klatsche sehenswert vom Innenpfosten ins Tor und ins Mark des RSV. 3-0 nach einer Stunde.

Lippspring verlegte sich nun aufs Kontern und verwaltete die Führung. Der RSV kam hierdurch zu einigen guten Aktionen, zählbares sprang aber erst kurz vor Schluss dabei heraus, als Meier entschlossen in einen Zweikampf in der gegnerischen Hälfte ging und den Ball eroberte. Nach einem doppelten Doppelpass mit Schönfelder schloss dieser den Angriff zum 3-1 ab.

Den Schlusspunkt setzte Dobrott in der Schlussminute mit einem perfekt getretenen Freistoß von der Strafraumkante, der exakt im kurzen Torwinkel einschlug.

Trotz des deutlichen Ergebnisses ist der RSV ob der taktischen Leistung hoffnungsvoll für das kommende Spiel gegen Marienloh, welches bereits am kommenden Samstag im heimischen Waldstadion ausgetragen wird.

Aufstellung:

Ehlert – P. Sölter (Beck) – Bobe – Haase – Samake (Sompare) – Diemert (Altrogge) – S. Schlingmann – Meier – Schalofsky – Schönfelder – Lindemeyer

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